Jugendzentrum Friedberg

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Das neue Friedberger Jugendzentrum Junity hat letzte Woche eröffnet.

Hier unsere Juz-Kampagne:

Verantwortungsvoller Umgang mit Alkohol im Friedberger Jugendzentrum Junity

Wir begrüßen, dass wir in Friedberg ein technisch sehr gut ausgestattetes Jugendzentrum haben. Dieses ermöglicht den jungen Menschen in der Region viele Chancen und Partizipationsmöglichkeiten und behebt einen lange bestehenden Mangel in der Region. Mit dem Eröffnungskonzert diesen Samstag wird jungen MusikerInnen aus der Region die seltene Chance geboten vor Publikum auftreten zu können. Auch die beiden Proberäume kommen diesen zugute.

Wir hoffen dass das Junity von einem großen Publikum akzeptiert wird und wollen unseren Teil dazu beitragen.
Vereinbarungen mit Jugendlichen und jungen Erwachsenen machen nur insoweit Sinn wenn sie von beiden Seiten akzeptiert werden. Ein komplettes Alkoholverbot am Wochenende oder bei Konzerten führt dazu, dass die Einrichtung entweder von vielen über 16-jährigen nicht angenommen oder dass der Alkohol vorher im Supermarkt, an der Tankstelle oder in der nahegelegenen Vereinsgaststätte organisiert und außerhalb der Öffentlichkeit konsumiert wird. Deswegen setzen wir uns für einen altersgerechten und realistischen Kompromiss ein. Das jetzige komplette Alkoholverbot ist welt-,  und realitätsfremd.

Die Arbeitsgemeinschaft des Friedberger Soundgarden-Festivals hat sich unter den gegebenen Umständen dazu entschieden das jährlich stattfindende Winter-Konzert „Soundgarden On The Rocks“, welches von der Antifaschistischen Bildungsinitiative e.V. unterstützt wird,  nicht wie vorgesehen im Junity, sondern wie die letzten Jahre im Central Studio stattfinden zu lassen.

Wir fordern den kontrollierten Verkauf von Bier, Wein, Sekt und Apfelwein abends und bei Veranstaltungen wie Konzerten und Partys. Dies natürlich nur an Personen die älter als 16 Jahre sind bzw. alt genug den Alkohol laut Gesetz trinken zu können. Wir sprechen uns klar gegen den Verkauf von hartem Alkohol aus, dieser hat im Junity nichts zu suchen. Das Jugendzentrum ist sicher kein Ort für „Komatrinker“, deshalb ist es auch richtig stark betrunkenen Personen keinen weiteren Alkohol zu verkaufen. Der verkaufte Alkohol sollte preislich gesehen teurer sein als die nicht-alkoholischen Getränke.

Es ist auch sehr löblich, dass das Rauchen im Junity verboten ist. Bei der städtischen Eröffnungsveranstaltung ist uns jedoch aufgefallen, dass die vielen RaucherInnen dann vor dem Gelände standen und dort, weil es keinen Aschenbecher gab ihre Zigarettenstummel auf den Burgfeldparkplatz werfen mussten. Wir halten es deshalb für sinnvoll dass hier ein Aschenbecher platziert wird. Auch eine Raucherecke im Außenbereich des Junity-Cafes unterhalb eines Daches wäre wünschenswert. Das Rauchverbot für das komplette Außengelände soll aufgehoben werden.

Wir werden nun eine Unterschriftenaktion starten sowie die Thematik öffentlich und überparteilich thematisieren. Für eine aufgeklärte und selbstbewusste Jugend, die dies im Zweifelsfall auch demonstrieren wird. Für unser Junity

Update: Inzwischen wurden über 230 Unterschriften gesammelt – Die Kampagne läuft weiter. Wer Lust hat uns beim sammeln zu helfen kann eine Mail an kontakt@antifa-bi.de senden.

Eine gemeinsame Initiative und Pressemitteilung folgender Jugendorganisationen:

Antifaschistische Bildungsinitiative e.V.

Stadtjugendring Friedberg

Kreisschülerrat Wetterau

Jusos Friedberg

Artikel hierzu:

WETTERAUER ZEITUNG:

Frankfurter Rundschau