NPD Demo Schlappe in Friedberg

Die rechtsextreme NPD hatte heute wieder eine Demonstration in Friedberg angemeldet. Diesmal war die Zahl der Demo-Teilnehmer noch geringer als beim letzten Mal. Insgesamt waren es vielleicht 60 Rechtsextremisten, die dem Aufruf der Partei folgten.

Ganz anders hingegen beim Gegenbündnis. Die Eröffnungsveranstaltung in der Friedberger Stadtkirche wurde von etwas 1.800 GegendemonstrantInnen besucht. Die Zahl stieg später auf 2.500 Personen an.  Nach dem erfolgreich durchgeführten Gedenk-Gang enstanden 2 größere Blockaden an der Kaiserstr. mit etwa 800 TeilnehmerInnen. Da es in Friedberg noch 6 weitere, vom Bündnis angemeldete Gegenkundgebungen gab, verteilten sich die AntifaschistInnen in der kompletten Innenstadt.

Als die wenigen NPD-ler dann irgendwann bei der Burg angekommen sind, mussten sie dort erst einmal 3 Stunden verharren, weil die Kaiserstr. komplett blockiert war. Das immens große Polizeiaufgebot konnte Ihnen auch nicht weiterhelfen. Die NPD wurde dann später von der Polizei über Umwege aus der Stadt eskortiert.

Wir müssen jedoch eine massive Kritik an der Polizeiführung üben, da es a) zu Übergriffen auf GegendemonstrantInnen kam und b) die Polizei die NPD auf dem Rückweg zum Bahnhof über einen Teil der alten Strecke laufen lies und c), dass die Polizei diesen kleinen Haufen überhaupt hat laufen lassen.

Unsere Gegenveranstaltung kann als eindeutiger Erfolg des Wetterauer Bündnisses bezeichnet werden, an dem wir stark beteiligt waren. Die NPD schafft es selbst mit ihrem Bundesvorsitzenden und „vielen“ weit angereisten Anhängern nicht, mehr als 60 Leute zu mobilisieren. Dass hierfür der Staat jedoch bereit ist, die Grundrechte seiner BürgerInnen soweit zu beinträchtigen ist in unseren Augen unverhältnismäßig und abschreckend.

Vielleicht wäre eine Demonstration (Oder Nachttanzdemo) unsererseits – z.B. in der Altenstädter Waldsiedlung oder in Büdingen-Wolf – unter dem Motto „Faschismus ist keine Meinung, sondern ein Verbrechen“ die richtige Antwort.

Ein ausführlicher Bericht folgt die Tage(Wir müssen vorher noch einiges aufarbeiten).

Laut EA-Frankfurt war der Polizeieinsatz rechtswidrig

Wir bitten alle Betroffenen und Zeugen(auch die Menschen, die am Besuchen/Verlassen der Kundgebungen/der Stadt gehindert wurden) Gedächtnisprotokolle zu erstellen und Anzeigen vorzubereiten.


Video der Hessenschau

Artikel hr-online

Artikel fr-online

Osthessen-News

Anti-Nazi-Koordination Frankfurt

Hamburger Abendblatt

Indymedia

Das Mobi-Video der Antifa-Bi

Wir bitten die Zeugen des Polizeiübergiffes am Bahnhof, sich dringend bei uns zu melden und Gedächtnisprotokolle anzufertigen.

5 Kommentare zu NPD Demo Schlappe in Friedberg

  • 01.08. Friedberg - Naziaufmarsch verhindern  sagt:

    […] Erstes Statement der Antifa-Bi […]

  • mySaT  sagt:

    ich bin geteilter meinung über die aktion , also einerseits war es wieder super vie viele sich gegen die NPD gestellt ham und die demo zuerst blockiert ham , aber anderseit ham wir unser ziel eigentlich net erreicht , das war das die nazi nicht demonstieren. Im großem und ganzem fand ichs aber gut auch das es friedlich verlaufen ist , bis auf die aktion am bahnhof richtung ende. ich bin der meinung ihr soltet sowas wie ne aktionswoche gegen recht oder so was ähnliches machen , damit man sieht des die versuchte verhinderung der demo nicht das einzigste war.

  • Joachim  sagt:

    Videos aus Friedberg auf : http://www.youtube.co/jugendnetzwetzlar, Nazifunktionäre singen Hitlerjugendlied

  • Joachim  sagt:

    http://www.youtube.com/view_play_list?p=568AC2DC5F9E2768 Playlist zu Freidberg

  • Johannes  sagt:

    Nach dem, was heute in der WZ stand, haben
    wir es ja mit unserer schnellen Reaktion verhindert, dass die Nazis über die
    Alte Bahnhofstraße geleitet werden konnten. Auf der Seite der Seewiese
    hatten wir halt kaum Leute und kamen auch nicht hinüber.
    Weiter hinten war dann schon alles abgesperrt, so dass wir nur noch rufen
    und nicht mehr blockieren konnten. Aber ich denke es waren ca. 200
    Teilnehmer der Demo, die Richtung Karlsbader Straße gerannt sind und
    geschaut haben, ob sie nicht doch noch irgendwo blockieren können. Da zu wenig Ordner
    da waren, haben sie sich dann aufgesplittert und erst am Bahnhof wieder zusammengefunden. Auch da haben wir noch eine Stunde lang gerufen. Von den Kundgebungen, die ihr auf Video aufgenommen habt, war nichts mehr zu hören. Trotzdem fand ich, wir haben getan was wir konnten und es
    haben viele mitgemacht. Ich war recht zufrieden nach der Aktion. Bei dem Polizeiaufgebot hätten wir nicht viel mehr machen können. Die Nazis mussten ziemlich durch die Stadt rennen und außer Demonstranten bekam das kaum jemand mit. Das ist schon ein Erfolg.
    Vielleicht wäre es gut, für die rechtliche Vertretung der eingekesselten
    eine Sammlung zu veranstalten, vor allem, wenn sie wegen der Blockade
    angezeigt oder gar bestraft werden sollen.

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