Im Fadenkreuz der europäischen Grenzpolitik!


Tausende stecken verzweifelt in Wüstenlagern, wie dem tunesischen Choucha, fest und haben kaum eine andere Hoffnung, als in überfüllten Booten Europa zu erreichen. Auf ihrer Flucht aus Afrika sind im Jahr 2011 über 2000 Menschen im Mittelmeer gestorben.

FRONTEX ist als Gemeinschaftsagentur der EU maßgeblich an dieser Situation beteiligt. Ihren Auftrag der „Grenzsicherung“ nehmen sie mittels Einsatz militärischer Maßnahmen und unter Missachtung der Menschenrechte gerne wahr – seit einem Beschluss des EU-Parlaments im September 2011 brauchen sie zur Vereinfachung ihrer Arbeit nicht einmal mehr, wie bisher, die dafür benötigten Gerätschaften wie Schiffe, Hubschrauber, etc. bei den einzelnen EU-Staaten anfordern, sondern dürfen faktisch wie eine Privatarmee ihr eigenes Heer aufbauen.

Das Interesse hält sich stark in Grenzen, die Problematik dieses unerträglichen Zustandes ist nicht im öffentlichen Diskurs angelangt. Die Grenzen dicht zu machen ist die Losung, Symptome bekämpfen, anstatt die Ursache zu ändern.

„Schiffe der Solidarität – Boats 4 People“ wird im Juli 2012 mit Schiffen ins Mittelmeer starten und dort durch Dokumentation und humanitäre Hilfe Aufklärungsarbeit leisten. Hierüber informieren zwei Vertreter_Innen der Initiative „Welcome to Europe“, anschließend wird es eine afrikanische VolxKüche zur kulinarischen Bereicherung geben und Raum für einen offenen Austausch bieten. Für Fragen zu regionalen Perspektiven ist das Internationale Zentrum Friedberg vor Ort.

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