Vorschlag: Resolution Wetterauer Jugendlicher zur Ermöglichung/Eröffnung selbstverwalteter Jugendzentren in der Wetterau.



Selbstverwaltung... mhh, was ist das eigentlich?


Unter dem Begriff selbstverwaltet wird verstanden, dass in dem Jugendhaus keine Sozialpädagogen die Entscheidungsgewalt haben. Stattdessen entscheidet der Vorstand oder eine Vollversammlung der Jugendlichen
über die Verwendung der Finanzen, basisdemokratisch. In diesem Rahmen können Jugendliche sich selbst und ihre Fähigkeiten entdecken. Auch lernen sie die Funktionsweise von Demokratie kennen, Interessen
durchzusetzen, die der anderen zu akzeptieren, und dass nicht allen alles gerecht werden kann, oder doch?

Und warum sollte gerade unsere Gemeinde ein solches Haus zur Verfügung stellen?



- Der Begriff Sozialstaat bezeichnet einen Staat, der soziale Sicherheit garantiert und soziale Gerechtigkeit anstrebt, um die Teilnahme aller an den gesellschaftlichen und politischen Entwicklungen zu
gewährleisten. Diesen fordern wir auch f&uum;r uns Jugendliche, um soziales Miteinander praktisch erfahren und verbessern zu können und um Jugendlichen eine soziale Sicherheit zu schaffen, die kein
Pädagog(in)e oder Bürgermeister(in) schaffen kann.

Ein selbstverwaltetes Jugendhaus/Zentrum, wie wir es fordern ist eine klare Bereicherung des kommunalen Jugend -und Kultur Angebotes. Wir verfolgen verschiedene Arbeitsansätze, die ohne Unterstützung nicht
durchzusetzen sind.

Unsere Arbeitsansätze beinhalten beispielsweise:



Prävention und Freizeitpädagogik: Alternativen zu „Herumhängen“ und Langeweile durch attraktive Programme (z.B. Musikabende, Seminare, Vorlesungen, Ferienprogramme, Kinder- und Jugendfreizeiten,
Gruppenangebote) sowie durch unverbindliche Treffmöglichkeiten im Cafébetrieb mit Spielmöglichkeiten und Diskussionsplattform.
Soziale Unterstützung bei schwierigen Lebenslagen und bei jugendtypischen Problemen (z.B. Übergang Schule-Beruf, Eltern, Drogen, Liebe und Sex, Rechtsfragen)
Kultur und Subkultur: Realisation jugendkultureller Veranstaltungen (z.B. Selbstvorstellungen wie Theater, Musik, Kunst)
Bildung: Seminare und Workshops zu jugendrelevanten Themen (z.B. Gruppenleiter/innenschulung, Bewerbungstraining, Selbstverteidigungskurs, Internet-Seminar)
Partizipation : Teilhabe, Mitgestaltungs- und Mitwirkungsmöglichkeiten bei Programmen und Projekten, in Teams und Arbeitsgruppen (z.B. Caféteam, Discoteam, Konzert-Arbeitsgruppe) sowie eventuell in Gremien oder
dem Jugendhausverein
Party-zipation: Räume und Freiräume für Jugendliche und junge Erwachsene, (z.B. Vermietungen und private Raumnutzungen außerhalb der Öffnungszeiten, Raumvergabe an verschiedene Nutzergruppen, Proberäume für
lokale Schülerbands)
Gemeinwesenorientierung und Vernetzung: Kooperation mit Schulen, Verbänden, Institutionen und Initiativen vor Ort bei Jugendthemen, Service und Verleih von Spielgeräten, Büchern oder Veranstaltungstechnik für
Jugend- und Kulturveranstaltungen
Medienpädagogische Projekte: Einführung und Schulung der Jugendlichen in den Umgang mit den zukunftsweisenden neuen Medien (Filmprojekte, Internet, Homepagedesign, etc.)
Gesundheit: Gemeinsames gesundes Essen. Essen in Verbindung mit ökologischer Nachhaltigkeit und Erkennen des biosphärischem Ganzen um eine neue Umweltfreundlichkeit zu fördern und zum Ausdruck zu bringen.


Alle Arbeitsansätze dienen dem demokratischen Konsens und sollen Kollektivität, also soziales Zusammenarbeiten, Autonomie, also Erkennung der eigenen Kräfte und Möglichkeiten und wirklichen Bildung der eigenen
Subjektivität dienen. Abseits von Konsumzwang, flachen Jugendangebot (monatliche Disco-Veranstaltung im Ort), ohne Diffamierung derjenigen, die sich die marginal statt findenden kommerziellen Abende nicht
leisten können. Ohne Geschlechtsspezifische Verhaltensmuster annehmen zu müssen, ohne rassistischen Ausschluss aufgrund nicht-inländischer Herkunft, Hautfarbe oder Aussehen.

Durch die hier angestrebten Verbesserungen in Kultur, Miteinander, Ökologie etc. konnten wir unserer Forderung nach einem neuen, eben selbstverwalteten, Jugendzentrum hoffentlich Nachdruck verleihen.

So ist unsere Forderung einfach!



Entweder ein neues Objekt mit ausreichenden Möglichkeiten, wie Kochstelle und vorallem Größe für ein entsprechendes Projekt.
Oder den Übergang von existierenden Jugendzentren in die uns angestrebten.